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Spanien: Weitere Fälle von Internet-Kriminalität sind eingetroffen

Spanien: Weitere Fälle von Internet-Kriminalität sind eingetroffen

Spanien: Die Zahl der Cyberkriminellen nahm während der Anfang Mai beendeten Quarantänezeit zu. Dies wird durch Daten von Polizei- und Sicherheitsexperten belegt. Auch die nationalen Medien schrieben über den Fall.

Spanien unter Hacker-Beschuss?

Enrique Figueredo von BitQT stellt fest, dass die Zahl der auf traditionelle Weise (Raub oder Erpressung) begangenen Straftaten in Spanien in letzter Zeit zurückgegangen ist. Bei anderen Arten von Bedrohungen ist jedoch ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen.

„Zwischen Mitte März und Anfang Mai ging die Zahl der Raubüberfälle innerhalb von Gebäuden, im städtischen Nahverkehr und der Diebstähle in Geschäften dramatisch zurück.

– schrieb er in der Zeitung.

Nun aber wird seiner Meinung nach die Zahl der Straftaten u.a. in Bezug auf Geldwäsche, betrügerische staatliche Beihilfen und sogar… das Säen von Hass im Internet gegen alle Minderheiten zunehmen.

Spanisch Was uns am meisten interessieren dürfte, stellte Figueredo jedoch fest, dass während der Pandemieperiode die Zahl der betrügerischen Aktivitäten im Internet und in den Mobilfunknetzen rasch zunahm.

Dies belegen die Daten des spanischen Büros für Internetsicherheit (OSI), das dem Innenministerium untersteht. Die Institution hat in ihren Berichten festgehalten, dass die Kriminellen während der Coronavirus-Pandemie eher dazu neigten, beispielsweise Bankinformationen oder sensible Daten zu betrügen und soziale Medien und populäre Kommunikationsmittel zu nutzen.

Wie arbeiten Cyberkriminelle?

Wie genau sah diese Art von Aktivitäten aus? OSI-Experten behaupten, dass einer der häufigsten Betrügereien während der spanischen Sperrzeit eine Aufforderung an Handynutzer war, eine Textnachricht an eine gefälschte Nummer zu senden, um dem spanischen Gesundheitsdienst zu danken.

Berichten zufolge gab es auch Fälle, in denen Menschen E-Mails und Textnachrichten von Betrügern erhielten, die sich als Angehörige von Gesundheitsberufen ausgaben. In den Mitteilungen wurde nach persönlichen Angaben der Patienten gefragt. Es gab auch mehr Personen, die behaupteten, Personen aus öffentlichen Einrichtungen wie der Stadtverwaltung oder der Sozialversicherung zu sein, die sich ebenfalls an spanische Bürger wandten, um sie zu betrügen und auf illegale Weise an sensible Daten zu gelangen.

Dieser Trend kann sich fortsetzen. Die stellvertretende Premierministerin Carmen Calvo hat kürzlich zugegeben, dass die Regierung wegen des nach wie vor hohen Risikos einer Eskalation der Epidemie eine Verlängerung der Notstandssituation erwägt.